Erneuerbare Energien und Solidarität für die Menschen in Kuba und Lateinamerika.

Projekte

Sauberes Wasser für die Gemeinde Sañuta im Hochland von Bolivien



Im Januar 2019 konnte KarEn mit Unterstützung der Stiftung Nord-Süd Brücken ein neues Projekt in Bolivien beginnen. Das Projekt wurde von unserem neuen Partner Servicio Integral Agropecuario Boliviano (SIAB) erarbeitet. Die vorgeschlagene Gemeinde befindet sich wieder im Hochland Boliviens in der Nähe des Lago Titicaca.

Dort werden eine windbetriebene und eine solarbetriebene Pumpe eingesetzt, um die etwa 490 Bewohner, davon 345 Kinder und Jugendliche, mit ausreichendem und hygienisch einwandfreiem Wasser zu versorgen. Bisher nutzen sie das Wasser offener Wasserstellen als Trinkwasser. Diese sind oft von den Nutztieren verschmutzt, und während der Trockenzeit steht nicht die ausreichende Menge an Wasser zur Verfügung.

Im Rahmen des Projektes werden von den Einwohnern zwei Brunnen ausgeschachtet und mit vor Ort gegossenen Zementringen gesichert. An dem einen Brunnen wird ein Windrad, an dem zweiten eine solarbetriebene Pumpe installiert, an beiden werden gemauerte Tanks aufgebaut. Von den Tanks werden Wasserleitungen mit Gefälle in alle Häuser verlegt und Wasserhähne installiert, so dass jederzeit genug sauberes Wasser für alle verfügbar ist und keine zusätzlichen Wasserpumpen für den Wassertransport nötig sind. Die Bewohner werden bei der Realisierung des Projektes von den Ingenieuren und Technikern von SIAB angeleitet.

Und sie erhalten selbstverständlich auch Einweisungen und Schulungen zum Umgang mit der Technik und deren Wartung. Ein wichtiger Bestandteil der Schulungen ist auch der sparsame Umgang mit der neu zur Verfügung stehenden Ressource. Prinzipiell sind sie natürlich einen hygienischen und sparsamen Umgang gewöhnt, aber manche Methode wie beispielsweise Tröpfchenbewässerung, wo jede Pflanze nur so viel Wasser erhält, wie sie benötigt, und das Wasser nicht an den Pflanzen vorbei fließt, sind noch nicht überall bekannt bzw. akzeptiert.

KarEn arbeitet mit SIAB zusammen, da sie bereits diverse Projekterfahrungen unter anderem mit Windpumpensystemen gesammelt hat. Dieser sehr engagierte Partner ist eine kleinere Organisation und somit der Projektgröße angepasst. Ihre Mitarbeiter verfügen zudem über sehr gute Kontakte zu den Gemeinden und kennen sich auf dem Land sehr gut aus. Sie arbeiten in vielen Bereichen an der Verbesserung der Situation der indigenen Landbevölkerung, vor allem der Frauen und Kinder.

Das Projekt, das bis zum Jahresende 2019 dauert, hat einen finanziellen Gesamtumfang von 23.250 EUR und wird mit 16.360 EUR von der Stiftung Nord-Süd-Brücken sowie von KarEn aus Spendenmitteln mit 2.500 EUR unterstützt. Die Eigenleistungen der Einwohner haben umgerechnet einen Wert von 4.390 EUR.